Jährlich sterben 30.000 Menschen in Deutschland
an Darmkrebs. Das ist, als ob im Laufe eines
Jahres jede Woche zwei vollbesetzte Jumbojets
abstürzen würden. Das sind 4mal so
viel, wie jährlich in Deutschland Menschen
bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen.
Rund 66.000 Menschen erkranken in Deutschland
neu an Darmkrebs. Damit ist Darmkrebs die Krebsart
mit der höchsten Zahl an Neuerkrankungen
pro Jahr. Darmkrebs ist bei Männern und
Frauen die zweithäufigste Krebsart und
die zweithäufigste Krebstodesursache. Durch
Vorsorge und Früherkennung ließen
sich 9 von 10 Darmkrebserkrankungen verhindern
bzw. heilen, denn Darmkrebs entsteht meist aus
zunächst gutartigen Vorstufen, also Wucherungen
der Darmschleimhaut oder Polypen. Diese sind
insbesondere bei Menschen über 50 weit
verbreitet. Sie lassen sich mit einer Darmspiegelung
leicht erkennen und meist auch beseitigen. In
Kenntnis dieser Tatsache haben die gesetzlichen
Krankenkassen die Vorsorgedarmspiegelung an
dem Alter von 55 Jahren in das Krebsvorsorgeprogramm
aufgenommen.
D.h.: Jeder Versicherte hat ab dem Alter von
55 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung.
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Dennoch
wird diese Früherkennungs- untersuchung nur
wenig in Anspruch genommen: 34% der Frauen und
17% der Männer lassen sich untersuchen.
Darmkrebs ist ein Tabu-Thema, über hinweisende
Beschwerden wird selten gesprochen, die Darmspiegelung
und damit die Diagnose unnötig verzögert.
Da Darmkrebs im Frühstadium zu nahezu 100%
heilbar ist, kann unterlassene Vorsorge tödlich
ein.
Um die Möglichkeiten der Früherkennung
in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und
eine Tabuisierung des Themas abzubauen, wurde
vor einigen Jahren der Monat März zum Darmkrebsmonat
in Deutschland ausgerufen.
Verschiedene Organisationen bzw. Stiftungen haben
es sich zum Ziel gesetzt, Aufklärungsarbeit
zum Thema Darmkrebs zu leisten, Hemmschwellen
für die Darmspiegelung abzubauen uns so die
Zahl der Darmkrebstoten bis zum Jahre 2010 um
die Hälfte zu reduzieren. Hier sind die Burda-Stiftung,
das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. und die Stiftung
Lebensblicke, deren Regionalbeauftragter für
die Region Jülich Dr. Claus Jebens ist, zu
nennen.
Weiteres unter Darmkrebsvorsorge
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